Transmissions eines UV-Filters

Nachdem es in de.rec.fotografie immer wieder Diskussionsthema ist, ob denn nun ein UV-Filter „was bringt“ oder nicht, habe ich einmal die Transmission eines gewöhnlichen UV-Filters (Hama 390) und eines Kleinbild-Objektivs eines japanischen Herstellers gemessen. Eine Meinung über Sinn oder Unsinn kann sich nun jeder selbst bilden.

Das Meßergebnis ist nicht direkt auf ein anderes Objektiv und einen anderen Filter übertragbar, da diese andere Transmissionskurven haben können. In der unteren Graphik ist deutlich zu sehen, daß die Sperrkante durch Verwendung
eines Filters ins Rote verschoben wird und eine leichte Abschwächung des blauen Anteils, eine starke bis sehr starke Abschwächung des violetten Anteils und
nahen UV-Bereichs erfolgt. Bei starkem UV- und Blauanteil im Spektrum ist also eine deutliche Wirkung meßbar.

Die Auswirkung auf den Film hängt natürlich von der spektralen Empfindlichkeit des Film für den Bereich unter 450 nm ab. Hinweise geben die Datenblätter der Hersteller. Gerade Farbfilme sind jedoch durch eingebettete Filterschichten in der Emulsion für Strahlung unter 400 nm nur mehr gering bis überhaupt nicht empfindlich. Ein Einsatz eines hochwertigen UV-Filters empfiehlt sich dann wohl nur bei entsprechend rauhen Bedingungen (Sandsturm, Speedway-Rennen, …).

Über die Beeinträchtigung der Abbildungsleistung durch den Filter gibt dieser Test keine Auskunft.



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aufnahme/uvfilter.txt · Zuletzt geändert: 06.01.2014 14:56 von Alexander Selzer
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